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Metadaten-Glossar

Kleines Glossar zu Metadaten im Grid

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CFD General Notation System (CGNS)

CGNS ist ein systemunabhängiger Standard für das Speichern und die Bereitstellung von Daten aus dem Bereich der Strömungsmechanik (computational fluid dynamics, CFD).

Crosswalk

Ein Crosswalk dient dem Mapping zwischen heterogenen Metadatenanwendungen. Metadatenterme aus einer bestimmten Anwendung werden dabei in die entsprechenden Terme einer anderen Anwendung übersetzt.

D-Grid Resource Description Language (D-GRDL)

D-GRDL ist eine XML-Anwendung für die Beschreibung von Ressourcen im Grid. Es bietet eine gemeinsame Syntax für die Verwaltung der Metadaten, die die im Grid eingebundenen Ressourcen beschreiben und ermöglicht, die Ressourcen über einen gemeinsamen Dienst aufzurufen und zu nutzen.

DataFinder

Der DataFinder dient der Verwaltung wissenschaftlich-technischer Daten. Aufgabe des DataFinder ist es, die Daten mit Metainformationen zu kennzeichnen und zu strukturieren.

Digital Object Identifier (DOI)

DOI ist ein Persistent Identifier für digitale Objekte und wurde zunächst vor allem für elektronische Aufsätze verwendet.

Dublin Core Metadata Element Set (DCMES)

DCMES ist ein Metadatenkernsatz für die Beschreibung von multimedialen Objekten. Es besteht aus 15 Metadatentermen und wird u.a. im OAI Protocol for Metadata Harvesting (OAI-PMH) verwendet.

Flexible Image Transport System (FITS)

FITS ist ein Datenformat um Bilder zu speichern, zu übertragen und zu bearbeiten. Es wurde für wissenschaftliche Daten entwickelt und wird vor allem im Bereich der Astronomie verwendet.

Geoinformationssystem (GIS)

Ein Geoinformationssystem bearbeitet, speichert, verwaltet und präsentiert raumbezogene Daten. Geoinformationssysteme werden vor allem im Bereich der Geowissenschaften und der Archäologie verwendet.

Grid Information Service (GIS)

Ein GIS dient dem Identifizieren und der Überwachung der im Grid eingebundenen Ressourcen und Dienste. Er enthält Informationen darüber, welche Ressourcen und Dienste zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung stehen.

Grid Laboratory Uniform Environment (GLUE)

GLUE definiert ein Informationsmodell für die Beschreibung der im Grid eingebundenen Ressourcen. Das Modell ist nicht an einzelne Implementierungen gebunden und ermöglicht den Austausch von Informationen zwischen verschiedenen Wissensgebieten.

Grid Workflow Description Language (GWorkflowDL)

GWorkflowDL ist eine Petri-Netz-basierte XML-Anwendung für die Beschreibung von Prozessabläufen.

Hierarchical Data Format (HDF)

HDF basiert auf einem abstrakten Datenmodell und wird für das Speichern und Verarbeiten graphischer und numerischer Daten verwendet.

Interoperabilität

Interoperabilität ist die Eigenschaft eines Systems mit anderen Systemen zusammenzuarbeiten. Ziel ist ein möglichst effizienter Informationsaustausch mit möglichst geringem Informationsverlust. Im Metadatenkontext steht Interoperabilität für den systemübergreifenden Austausch von Metadaten unter möglichst geringem Aufwand. Dabei werden drei Formen der Interoperabilität unterschieden, deren Zusammenspiel den Austausch von Metadaten erst möglich macht: strukturelle, syntaktische und semantische Interoperabilität.

Kontrolliertes Vokabular

Eine kontrollierte Liste der Terme, die in einem bestimmten Kontext als Wert verwendet werden müssen. Beispiele für kontrollierte Vokabulare sind Thesauri, Taxonomien oder Klassifikationen.

Langzeitarchivierung

Die Langzeitarchivierung digitaler Objekte umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, digitale Objekte für die Nachwelt dauerhaft zu erhalten. "Langzeit" ist dabei die Umschreibung eines nicht näher fixierten Zeitraumes, während dessen wesentliche technologische und soziokulturelle Veränderungen eintreten, die sowohl die Gestalt als auch die Nutzung digitaler Ressourcen vollständig umwälzen. Dazu zählen 

  • tiefgreifende technologischen Veränderungen bei der Speicherung und dem Zugriff auf digitale Objekte,
  • damit einhergehender Entwicklung neuer und Marktverdrängung alter Datenformate und Datenträger sowie
  • einschneidenden Veränderungen im Benutzerverhalten und der Art der auftretenden Informationsinhalte.

Langzeitverfügbarkeit

Die Erhaltung der Langzeitverfügbarkeit digitaler Objekte umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, digitale Objekte (be-)nutzbar zu halten. Maßnahmen zur Erhaltung der Langzeitverfügbarkeit lassen sich in

  • Maßnahmen zur Substanzerhaltung des Datenstroms der digitalen Objekte (z.B. durch Refreshing),
  • Maßnahmen zur Erhaltung der Benutzbarkeit (z.B. durch Emulation oder Migration)

untergliedern.

Metadata Catalog Service (MCS)

Ein MCS dient dem Speichern und der Benutzung von Metadaten und unterstützt den Nutzer bei der Suche nach relevanten Datensätzen in der Grid-Umgebung.

Metadaten

Metadaten sind strukturierte Informationen über Objekte (z. B. Daten, Ressourcen, Dienste). Sie dienen der Beschreibung dieser Objekt mittels Eigenschaften (z. B. Herkunft, Bedeutung, Nutzungsbedingungen der Objekte) und den dazugehörigen Werten und erleichtern so das Suchen, Finden und Selektieren relevanter Objekte aus einer Vielzahl möglicher Objekte.

Metadatenprofil

Ein Metadatenprofil ist eine Spezifikation, die die in einer bestimmten Anwendung benötigten Metadatenterme detailliert beschreibt unter Berücksichtigung der Anforderungen, die an die Anwendung gestellt werden und der Objekte, die mit den Metadaten beschrieben werden.

Metadaten-Registry

Eine Metadaten-Registry ist ein System, das einzelne Metadatenterme unabhängig von einer bestimmten Anwendung oder Community verwaltet und zugänglich macht und damit die Wiederverwendbarkeit der Terme in unterschiedlichem Kontext ermöglicht. Die Nachnutzung dieser Terme in verschiedenen Anwendungen erhöht die semantische Interoperabilität zwischen heterogenen Systemen.

Metadatenstandard

Ein Metadatenstandard ist eine Spezifikation, die anwendungsübergreifend die in einer bestimmten Community oder auch communityübergreifend verbreiteten Metadatenterme beschreibt unter Berücksichtigung der Anforderungen der Community, an die sich der Standard richtet. Ein Standard wird von nationalen oder internationalen Standardisierungsgremien (z. B. W3C, ISO, DIN) verabschiedet und veröffentlicht und ermöglicht semantische Interoperabilität zwischen Anwendungen, die ein- und denselben Standard verwenden.

OAI

s. Open Archives Initiative

OAI-Object Reuse and Exchange (OAI ORE)

OAI-ORE definiert Standards für die Beschreibung von Aggregationen. Dabei steht die Aggregation für eine eher schwache Beziehung bzw. Assoziation zwischen den Objekten, die den Inhalt der Aggregation ausmachen. Ziel von OAI ORE ist es, mittels URIs die Binnenstruktur der Aggregation - d. h. die Beziehungen, die aus den einzelnen Objekten eine Aggregation machen - zu identifizieren und dergestalt die Komponenten und Grenzen der Aggregation beschreibbar zu machen.

OAI Protocol for Metadata Harvesting (OAI-PMH)

OAI PMH ist ein Protokoll, das dem Austausch und Zusammenführen von Metadaten unterschiedlicher Systeme dient. Auf HTTP (Hypertext Transport Protocol) und XML (Extensible Markup Language) basierend kann dieses Protokoll mit jedwedem Matadatenstandard oder -format genutzt werden. Allerdings ist zur Sicherung der Basis-Interoperabilität die Verwendung des Dublin Core Metadata Element Set (DCMES) vorgeschrieben.

Ontologie

Eine Ontologie ist eine maschinenlesbare Repräsentation von Konzepten und deren semantischen Beziehungen. Ontologien werden verwendet, um strukturierte Vokabulare zu erstellen.

Open Archives Initiative (OAI)

Die Open Archives Initiative erarbeitet Standards, die dem Austausch von digitalen Objekten dienen. Ziel der Initiative ist es, die Interoperabilität von Repositorien zu unterstützen um so den Zugang zu digitalen Objekten zu erleichtern und schließlich die Entstehung neuer Informationsdienste möglich zu machen. Ergebisse der Arbeit dieser Initiative sind das OAI-PMH und OAI-ORE.

OWL

s. Web Ontology Language

Persistent Identifier (PI)

Persistent Identifier sind eindeutige, standortunabhängige Identifikatoren für digitale Objekte, um über lange Zeiträume und eventuelle Systemwechsel hinweg einen zuverlässigen Zugriff auf diese Objekte gewährleisten zu können. Beispiele für Persistent Identifier sind der URN oder DOI.

Provenienz

Unter der Provenienz von Daten versteht man den Prozess, der zu diesen Daten geführt hat. Dabei können die Herkunft, die Be- und Verarbeitung, die dabei verwendeten Ressourcen, beteiligte Personen u.v.m. eine Rolle spielen.

Remote Telescope Markup Language (RTML)

RTML ist eine XML-Anwendung, die bei Remote- und Robot-Teleskopen verwendet wird.

Resource Description Framework (RDF)

RDF ist eine XML-Anwendung und dient der strukturierten maschinenlesbaren Beschreibung von Objekten.

Schema

Ein Schema legt die Syntax fest, in der Metadaten innerhalb einer Anwendung gespeichert und zur Verfügung gestellt werden. I.d.R. basiert ein Schema auf einer standardisierten Schema-Sprache wie XML oder RDF.

Semantische Interoperabilität

In Metadatenanwendungen spricht man von semantischer Interoperabilität, wenn die Systeme zur Beschreibung der Objekte ein gemeinsames Vokabular verwenden (z. B. in Form eine Metadatenstandards).

Simple Knowledge Organisation System (SKOS)

SKOS ist ein Standard, der der Repräsentation von kontrolliertem Vokabular dient. Er ist RDF-basiert und unterstützt die Integration kontrollierter Vokabulare in das Semantic Web.

Strukturelle Interoperabilität

In Metadatenanwendungen spricht man von struktureller Interoperabilität, wenn den Systemen ein gemeinsames Datenmodell (z. B. DCMI Abstract Model) zugrundeliegt.

Syntaktische Interoperabilität

In Metadatenanwendungen spricht man von syntaktischer Interoperabilität, wenn die Schema der Anwendungen eine gemeinsame Schema-Sprache (z. B. XML) verwenden.

Text Encoding Initiative (TEI)

TEI ist ein Konsortium, das für die Entwicklung des gleichnamigen Standards zuständig ist. Der Standard dient der Darstellung von Text in digitaler Form und unterstützt die Maschinenlesbarkeit von Texten vor allem in den Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Uniform Resource Identifier (URI)

Ein URI ist ein eindeutiger Bezeichner für ein Objekt.

Uniform Resource Name (URN)

Ein Uniform Resource Name (URN) ist ein Persistent Identifier, ein eindeutiger Bezeichner für Objekte zur dauerhaften Identifizierung und zuverlässigen Zitierfähigkeit von Online-Ressourcen. Ein URN besteht aus mehreren hierarchisch aufgebauten Teilbereichen. Dazu zählen der Namensraum (Namespace, NID), der sich aus mehreren untergeordneten Unternamensräumen (Subnamespaces, SNID) zusammensetzen kann.

Web Ontology Lanuage (OWL)

OWL ist ein Standard zur Repräsentation von Ontologien im Semantic Web. OWL ist RDF-basiert, erweitert RDF-Schema jedoch um zusätzliche Ausdrucksmöglichkeiten.